Ohne Nachwuchs hat die Angelfischerei keine Zukunft!

4 Fliegenfischen 2013Aus diesem Grund betreiben zahlreiche Angelvereine mit großem Erfolg Jugendarbeit. Je mehr Anhänger unsere Zunft der Angler zählt, desto eher können wir uns gegen unqualifizierte Anfeindungen und bürokratische Einschränkungen wehren.
Nicht nur die Vereine, jeder einzelne Angler kann dabei mithelfen, neue Freunde für die Fischerei zu gewinnen. Dem frühzeitig an unser Hobby herangeführten Nachwuchs zeigen wir dabei, dass uns die Erhaltung der Lebensräume sowie der Fischbestände ebenso wichtig ist wie der Fang. Bei allem Fangeifer sollte die Ausbildung von Junganglern zu waidgerechtem Verhalten und Respekt vor der Kreatur immer im Vordergrund stehen. Wer sich schon in früher Jugend die Ehrfurcht vor dem Mitgeschöpf zum Grundsatz macht, handelt in den allermeisten Fällen sein ganzes Leben lang danach.

In vielen Vereinen gibt es ein engagiertes und professionelles Aus- und Weiterbildungsteam, weil man nur hegen und pflegen kann, was man kennt. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und bilden unseren Nachwuchs schon seit langem selbst aus.

Angeln fördert Naturverständnis
Für erschreckend viele Kinder ist das Fischstäbchen die einzige Beziehung zum Thema Fisch: rechteckig, grätenfrei und aus dem Supermarkt. Im Zeitalter industrieller Massentierproduktion auf breiter Front ist für ein naturnahes Umfeld kaum noch Platz. Produktion, Fang, Schlachtung und Verarbeitung zur Konsumware spielen sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab.
Das Angeln ermöglicht es, den Kindern natürliche Lebensabläufe aufzuzeigen, eine direkte Verbindung zum Kreislauf der Natur in unseren heimischen Gewässern herzustellen. Hier können die Fische in Freiheit gedeihen, untermassige sowie unbekannte Arten unbeschadet zurückgesetzt werden. Wir Fischer sollten den Jugendlichen aber auch zeigen, dass uns die Erhaltung der Fischbestände und ihrer Lebensräume genauso wichtig ist, wie das aufregende Erlebnis eines Fanges.
Hier sind wir als Verein, wie auch als einzelner Angler gefordert. Jeder kann dazu beitragen, möglichst viele Jungangler - egal welchen Alters - für die Fischwaid zu gewinnen, um ihnen das Kennen lernen und respektieren der Natur zu ermöglichen und damit den militanten Tierschützern wie auch jenen, für die der Naturschutz im wahrsten Sinne des Wortes an der Wasseroberfläche aufhört, den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Menschen mit Naturverbundenheit und Naturverständnis brauchen wir, dann ist die Zukunft unserer aquatischen Lebensräume in guten Händen.

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